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Stehle, Christoph

Erfahrungsberichte > Archiv
Huancarani, 16.06. - 17.07.2026
Der Beginn unseres dritten Aufenthaltes in Huancarani war zunächst geprägt von der politischen Lage mit über 90 Straßenblockaden in Bolivien und der dadurch bedingten schwierigen Versorgung mit Lebensmitteln. Der gute Zuspruch durch Ekkehard, sowie seine Erfahrung und die Information von Henry vor Ort, dass zwischen Huancarani und Cochabamba keine bloqueos bestehen, erleichterten uns die Entscheidung zur Anreise.
Henry holte uns pünktlich am Flughafen ab und brachte uns zum Consultorio. An einer Stelle unterwegs passierten wir einen Militär Posten, der noch ca. 10 Tage eine neuralgische Stelle bei Vinto bewachte, um einen bloqueo zu unterbinden.
Das Consultorio stand 2 Wochen leer und daher haben wir am 17.06. zunächst alles für die Behandlung ab dem nächsten Tag vorbereitet und sind anschließend mit dem Trufi nach Quillacollo gefahren, um Lebensmittel zu besorgen. Sowohl in der Markthalle wie an der Straße waren nur wenige Stände anzutreffen und die Preise waren mehr als doppelt so hoch wie in 2025.
Nach 10 Tagen kamen die Techniker Mike und Walter und halfen die Patienten auch mit Placas zu versorgen. Inzwischen waren die bloqueos aufgehoben und die Versorgung mit Lebensmitteln und Obst normalisierte sich.
Martin, ein weiterer Zahnarzt, kam zur Unterstützung, 3 Tage später auch Isabel und wir waren ein Superteam. Gemeinsam machten wir einen Ausflug zum Monumento Cristo in Cochabamba und auch nach La Paz. Die Fahrt mit den Teleféricos, der Besuch des Plaza Murillo, der Strassenmarkt am Samstag war problemlos, von den politischen Wirren der vergangenen Wochen war nichts mehr zu spüren. Am Sonntag machten Mike, Walter, Martin und Isabel mit BoliviaHop einen Ausflug zum Titicaca-See. Alles verlief perfekt und problemlos.
Martina und ich flogen weiter nach Lima, während die 4 zurück nach Huancarani kamen. Ein Problem hatte sich nach den Bloqueos jedoch nicht verbessert: die Versorgung mit Benzin und insbesondere mit Diesel! Dies führt auch dazu, dass nur ca. 30% der Überland-Buslinien verkehren und Flüge schneller ausgebucht sind.
Fazit unserer Reise: Huancarani hat seinen Charme erhalten, die politischen Wirren haben nur kurzfristig das Leben beeinflusst, aber nach wenigen Tagen war es wie früher.
Vielen Dank an Doña Adela, Don Felipe, Sandra und besonders Henry und Ronald. Danke an die Mitglieder des Teams, die Zeit mit euch war super!
Uns hat es gut gefallen und wir planen in 2027 wieder zu kommen!
Christoph und Martina Stehle
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