Löffelhardt, Ralf 2026 - FCSM-WEB-Seite

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Löffelhardt, Ralf 2026

Erfahrungsberichte > Archiv
Huancareani, 12.02. -11.03.2026
Diesmal bin ich zum vierten Mal und mit Sicherheit nicht zum letzten Mal in Huancarani gewesen. Der Direktflug Madrid - Cochabamba zeigt sich erstaunlich pünktlich und spart einiges an Zeit auch wenn die chaotischen Zoll- und Einreiseformalitäten wie immer bolivianisch ablaufen.
Um ca 5.30 Uhr erreichten Henry, der mich wie immer zuverlässig abgeholt hat, und ich Huancarani und es fühlte sich fast schon wie ein "nach Hause kommen" an. Insbesondere war es schön zu sehen, dass es Doña Adela wieder besser ging, nachdem sie im letzten Jahr sehr unter Ihrer  Krankheit zu leiden hatte.
Nachmittags ging es für mich gleich ins Consultorio, wo alles, wie immer, seinen gewohnten Gang ging und ich mich freute, wieder hier arbeiten zu dürfen und auch ein wenig meiner Erfahrung an die jungen Voluntarios weitergeben zu können.
Da ich inmitten der Karnevalszeit anreiste, waren gleich in der ersten Woche zwei Tage frei, die wir dazu nutzten, Oruro und La Paz zu besuchen. Den Karneval in Oruro muss man einmal gesehen haben, aber dann ist auch gut. 20 Stunden Umzug, Musik- und Tanzformationen, Kostüme usw können auch sehr ermüdend sein. Was mich persönlich immer wieder fasziniert ist La Paz: Die Lage, Altes und Neues auf engstem Raum, die Möglichkeit der Erkundung mit der Teleferico, die Ausblicke.... Durch Emma´s Beziehungen hatten wir eine traumhafte Unterkunft und so konnten Nadja, Emma und ich 2-3 entspannte Tage dort verbringen.
Die Arbeit in Huancarani hat sich für mich insofern verändert, dass immer weniger Zähne gezogen werden und immer mehr Prophylaxe und konservierende Zahnheilkunde in den Vordergrund rückt. Auch natürlich dadurch bedingt, dass wir, wie ich finde, für südamerikanische Verhältnisse ein sehr gut ausgestattetes Consultorio haben. Klein-Röntgen, maschinelle Wurzelbehandlung und moderne Composites sind nicht üblich, wie man an vielen Patienten sehen kann, die alio loco behandelt wurden.
Auch das Team der Voluntarios war wieder einmal einmalig, und es macht immer wieder grosse Freude, mit engagierten "Zahnies" wie Timm, Svenja, Emma, Nadja und Stephanie zusammenarbeiten zu dürfen.
Leider war diesmal kein Techniker vor Ort, so dass unsere kleine Prothetik aussen vor blieb, auch wenn sie oft nachgefragt wurde.
Ein persönliches Highlight war für mich mein Geburtstag, für den sich Svenja, Timm und Stephanie dermaßen ins Zeug gelegt hatten, dass es mir schwer fällt in Worte zu fassen, wie ergriffen ich war, auch dank Doña Adela´s "Torten Touchdown" .
Wie immer kann ich alle nur ermutigen, so einen Einsatz zu tätigen. Die Jungen lernen viel von den Erfahrenen und, das halte ich für genauso wichtig, umgekehrt gilt dasselbe.
Bis zum nächsten Mal, im Januar?!
Ralf Löffelhardt
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