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» Anja Lorch und Birgit Obert (2005)




Anja Lorch
Zahnmedizinerin

Birgit Obert
Zahnmedizinerin
   
Sie arbeiteten in  Guadalupe vom 10. März bis Ende April 2005. Ganz herzlichen Dank. 

ERFAHRUNGSBERICHT
Ecuador vom 9. März bis 8. April 2005

Nachdem wir uns ein Jahr lang auf unsere Famulatur in Ecuador vorbereitet haben, war es endlich soweit. Morgens um 3 Uhr ging unsere Fahrt mit dem Zug nach Frankfurt los. Vollgepackt mit Spendenmaterial und dem Certificado, das sich als äusserst nützlich herausgestellt hat, sind wir mit IBERIA über Madrid nach Quito geflogen. Nach 7,5 Std Flugzeit und 10 min Taxifahrt sind wir von der Familie Proano herzlichst empfangen worden. Nach einer sehr kurzen Nacht sind wir um 5 Uhr morgens zu einem Inlandsflug nach Loja losgejettet. Nach 1 Flugstunde über die Anden haben wir uns von Catamayo mit dem Taxi nach Loja kutschieren lassen. Es ist sinnvoll, sich das Taxi mit anderen Reisenden zu teilen – dann wird es billiger! Dort sind wir überraschenderweise von Pater Georg  Nigsch und Pepe (Mädchen für alles) am Busbahnhof aufgegabelt worden. Für Georg unverständlich, waren wir sofort begeistert bei seiner Einkaufstour in Loja dabei. Dort konnten wir schon einen kleinen Eindruck von Land und Leuten gewinnen. Mit dem Jeep ging es dann ca. 2 Std. weiter nach Guadalupe. Dort angekommen mussten wir erst mal im Gänsemarsch über eine frisch renovierte Hängebrücke laufen, um auf das Missionsgelände zu kommen. Die Schwestern (hermanas) kamen zur Begrüssung gleich aus allen Ecken gelaufen und versorgten uns sofort mit leckerem Essen und Trinken. Nach Beziehen unseres Zweibettzimmers in der Residencia, stellte uns Georg allen anderen Mitarbeitern vor und zeigte uns sämtliche Räume. Zu dem Zeitpunkt waren ausser uns noch 3 weitere Zahnis (Kristin, Nurcan und Christof), ein Chirurgenteam und eine Allgemeinärztin (Imke) da. Am nächsten Tag durften wir auch gleich loslegen: Kunststoff- und Amalgam-Füllungen , Zähne ziehen, PZR und viele, viele, viele Placas (Interims-Prothesen) herstellen. Tagsüber wurde hart gearbeitet und abends konnten wir uns davon auf der tollen Veranda erholen. Frühstück haben wir uns in der Residencia-Küche selbst zubereitet, das Mittag- und Abendessen wurde im Speisesaal der Schwestern gemeinsam eingenommen. Wochenends sind wir Zahnis und Imke zu gemeinsamen Touren aufgebrochen und haben so die Umgebung um Guadalupe unsicher gemacht (Danke Christof, dass Du es mit so vielen Frauen ausgehalten hast!).

Zu unseren Abenteuern zählten:

 Podocarpus Nationalpark: Natur pur, nichts für Weicheier ( kein elektr. Licht, keine Dusche, wilde Tiere, Bretterbude mitten im Dschungel...)

 Vilcabamba: wunderschönes Hippiestädtchen, Relaxen im Hidden Garden-Hotel mit Whirlpool, ausgedehnte Reittouren...

 Wasserfall: Schwester Carmen fragen!!!! (man wird nass!)

 Baden im Canzam: gleich um die Ecke, super erfrischend wie auch der tägliche 17 Uhr Regen

 (können Taranteln eigentlich schwimmen?)

 Pferdemarkt im Indianerdorf Yacuambi: haben den Pfarrer beim Palmsonntagsumzug auf dem Esel sitzend erwischt...

 Unser Tip: in der Residencia findet man ein Buch über weitere tolle Ausflugsziele.

 Besonders toll fanden wir das Überraschungskonzert von Pepe`s Band, welche sogar „Griechischer Wein“ auf Spanisch zum Besten gaben. Wir hätten auch nie gedacht, dass die Schwestern für jeden Spass zu haben sind. Bei der Brillen-Spezialistin Germania aus dem Dorf konnte man riesige Flaschen Bier und andere nützliche Sachen kaufen. Wir hatten das Glück durch den Kontakt mit Einheimischen  einen besseren Einblick in das ecuadorianische Leben zu gewinnen, was bei anderen Reisen nicht ohne Weiteres möglich ist. Amanda, die gute Fee der Klinik stand uns mit Rat und Tat zur Seite und gab uns so manchen guten Tip (z.B. Podocarpus-Park) und ohne Lida hätten wir uns in den Behandlungsräumen nicht so gut zurechtgefunden. Leider war unsere Zeit viel zu schnell vorbei! Wir wären sehr gerne noch länger geblieben, aber die Uni rief. So sind wir schweren Herzens abgereist und mit dem Bus über Cuenca und  Montanita nach Guayaquil gefahren, um von dort aus wieder nach Hause zu fliegen.

Es war eine wundervolle Zeit, die wir in Guadalupe verbringen durften und möchten uns hiermit bei Georg und seinem gesamten Team für die herzliche Gastfreundschaft bedanken!!!!!

Liebe Grüsse

Anja und Birgit

Anja Lorch
Zahnmedizinerin
    
Posener Straße 31
74321 Bietigheim-Bissingen
Baden-Württemberg
Deutschland
Telefon: ++ 49  7142 53697
E-mail: anjalorch@web.de
Birgit Obert
Zahnmedizinerin
 


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