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4. NEWSLETTER 2009
Bericht und Bilder des Augenarztes Dr. Hans-Ulrich Frank von einem seiner zahlreichen Einsätze in Ecuador:
Morgens gegen 6 Uhr wird man durch das erste Vogelgezwitscher langsam aus dem Schlaf geweckt. Nach ein paar Tagen erkennt man die bestimmten Vogellaute und wartet dann auf den Einsatz der einzelnen Vögel. Nach Duschen und Anziehen erfolgt das gemeinsame Frühstück auf der Terrasse mit Blick zum Dorf oder in den Urwald.
Um 8 Uhr wird die Klinik geöffnet. Nach dem Austeilen der ersten Fichas (Karteikarte), beginne ich mit der Consulta. Meistens mache ich morgens die Untersuchungen (Spaltlampe, Druckmessungen, Fundusunter-suchungen, Refraktionen). Gegen 12 Uhr werden die Untersuchungen unterbrochen, um gemeinsam mit den Schwestern, Padre Georg und den anderen medizinischen Abteilungen Mittag zu essen.
Nach einer kurzen Siesta beginne ich nachmittags zwischen 1 und 2 Uhr mit den restlichen Untersuchungen oder mit den Operationen. Als Operationen sind häufig Pterygien und Katarakte. Aber auch kleinere Operationen wie Chalazien, Fremdkörper usw. werden durchgeführt. Gelegentlich muss man auch als allgemeiner Chirurg tätig werden, wenn Verletzungen aus dem Dorf kommen. In der Regel sind wir zwischen 5 und 6 Uhr nachmittags mit der Arbeit fertig. Danach kann man den Tag unterschiedlich ausklingen lassen - eine kleinere Wanderung machen, lesen, ein Bier auf der Terrasse genießen oder auch Gespräche führen.
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