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FCSM - Förderkreis Clinica Santa Maria e.V. | 03/2008
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3. NEWSLETTER 2008

 

Eines der größten Erlebnisse meines Aufenthaltes in Ecuador war die Jornada in das Umland von Zamora. Beim Bischof zu übernachten und dann in einem abgelegenen Dorf in der Schule oder in der Kirche zu behandeln war schon ein ganz spezielles Ereignis. Wir haben die mobile Einheit für Füllungen sowie, Zangen und Hebel für Extraktionen mitgenommen und dann auf normalen Stühlen die Patienten behandelt. Besonders das Behandeln in der Kirche war unglaublich, zumal sich die einzige Steckdose direkt neben dem Altar befand. Das sollte man sich mal bildlich vorstellen: Füllungen wurden neben dem Altar gelegt und extrahiert wurde vor dem Altar. Die Menschen die zu uns zur Behandlung kamen haben sich beim Betreten der Kirche bekreuzigt und sich dann auf den Stuhl gesetzt.

 



Auch der Nachmittag an dem wir mit einer Hermana in ein Dorf gefahren sind um den Kindern das Zähen putzen beizubringen wird mir immer in Erinnerung bleiben. Beim Betreten der Kirche geht die „kleine, zierliche“ Hermana gezielt auf einen Schrank zu, bringt das Mikrofon in Gang und plötzlich tönt es über das ganze Dorf „ Ninos y ninas  kommt alle her, hier sind Zahnärzte die euch das Zähne  putzen zeigen wollen, es gibt Geschenke; ninos y ninas kommt alle her…..“ und tatsächlich, schon wenige Minuten später standen die ersten Kinder in der Tür. Wir haben alle Zähnchen durchgecheckt und es war einmal wieder erschreckend, wie zerstört die Milchgebisse waren. Nur vereinzelt hat man ein Kind erwischt, bei dem weder gezogen noch gefüllt werden musste.

 

 









 

 

Andrea Sommer über ihren Einsatz in der Clinica im Frühjahr 2008.

 

 


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